Besichtigung des neuen Fischpass des BKW Laufkraftwerks Bannwil.
Grund für den Neubau ist die Anpassung des Gewässerschutzgesetzes. Dieses verlangt, dass Fischpässe künftig auf alle gängigen Fischarten der Aare (Grosssalmoniden wie Lachs sowie Barbe und Forellen) ausgelegt und dimensioniert sein müssen.
Zusammen mit dem Bund und Kanton sowie den Umwelt- und Fischereiverbänden hat die BKW eine Lösung für das Wasserkraftwerk Bannwil ausgearbeitet, die den Bedürfnissen dieser Wanderfische entspricht.
Zwei Einstiegsmöglichkeiten und ein Beobachtungsraum. Geplant ist der Neubau eines Fischpasses mit zwei Einstiegsmöglichkeiten: Ein Einstieg für schwimmschwächere Fische (z.B. Barbe) wird sich unterhalb der Bootsrampe befinden. Er ist damit weiter entfernt von der direkten Turbinenströmung, in der hohe Fliessgeschwindigkeiten vorherrschen. Ein anderer Einstieg wird nahe der Turbinenausläufe angebracht und ist damit für schwimmstarke Fische (z.B. Grosssalmoniden wie der Lachs oder die Forelle) geeignet. Auf der Höhe des Kraftwerksgebäudes befindet sich die Fischzählstation. Oberhalb dieser verläuft der Fischpass in einem naturnah gestalteten Bach zum Ausstieg oberhalb des Kraftwerks.
Auf der Höhe der Bootsrampe plant die BKW zudem einen Beobachtungsraum, in dem Interessierte die aufsteigenden Fische beobachten können.
Inbetriebnahme im Sommer 2024
Bereits heute ist der neue Fischpass beim Kraftwerk abgesteckt. Die Bauarbeiten können jedoch aufgrund administrativer Schritte (Baugesuch, Beurteilung BAFU) frühestens im Sommer 2021 beginnen. Der Fischpass wird voraussichtlich im Sommer 2024 in Betrieb genommen. Gesamthaft investiert die BKW für den neuen Fischpass ca. 12 Mio. Franken, die nach der Realisierung über das Gewässerschutzgesetz durch den Bund rückerstattet werden.